Hubertusmesse der Kreisjägerschaft RBK e.V.

Am Sonntag den 9. November 2025 fand im Altenberger in Odenthal die Hubertusmesse statt.
Wie die letzten Jahre, wurde diese Messe von unserem Obmann für das Brauchtumswesen, Peter Gabriel Müller hervorragen organisiert und begleitet.
Aus der Rede von Manfred Heindl, 1. Vorsitzender der Kreisjägerschaft RBK. e.V.

Der 1. Vorsitzende, Manfred Heindl, begrüßte alle Anwesende in Vertretung des geschäftsführenden Vorstandes. Besonders wurde der Ehrenvorsitzende und Vorgänger von Manfred Heindl, Prinz Hubertus zu Sayn-Wittgenstein und Ehefrau Prinzessin Sema Meray zu Sayn-Wittgenstein, unser Landtagsabgeordneten Martin Lucke, Herrn Landrat Arne von Bötticher. Weiterhin der Leiter des Veterinäramtes Herrn Dr. Möning und der Leiter der “unteren Jagdbehörde”, Herrn Eschner. Auch freuten wir uns über den Besuch unseres früheren Landtagsabgeordneten Rainer Deppe, jetzt Vorsitzender der “Schutzgemeinschaft Deutscher Wald” und seiner Ehefrau. Ein Willkommen ging auch an Herrn Peter Lautz, der neben sehr vielen Ehrenämtern auch als Vorsitzender der Kreisbauernschaft immer ein wichtiger Ansprechpartner für die Jäger ist. Ebenfalls wurde die neu gewählte Bürgermeisterin der Gemeinde Odenthal, Frau Laura Lundberg und den stellv. Bürgermeister Christoph Jochum begrüßt. Weiterhin wurde Frau Britta Herkenrath begrüßt.
Wir danken Herrn Kreisdechant Norbert Hörter, der in diesem Jahr wieder den Hubertusgottesdienst zelebrieren wird und Herrn Pastor Taxacher, der uns immer ein wichtiger Ansprechpartner ist!

Wir feiern heute die Messe zu Ehren unseres Schutzheiligen, dem heiligen Hubertus von Lüttich und machen uns damit bewusst, dass die Jagd mehr als ein Handwerk ist – sie ist Berufung an der Schöpfung Gottes. Das Thema des heutigen Tages lautet „Waidgerechte Jagd“. Ein Wort, das wir alle kennen, dass wir aber immer wieder mit neuem Leben füllen müssen. Waidgerechtigkeit ist weit mehr als das Befolgen von Gesetzen und Vorschriften. Sie ist eine innere Haltung – geprägt von Achtung, Maß und Verantwortung vor der Schöpfung.

Der waidgerechte Jäger weiß:
Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch richtig.
Wir sollen nicht herrschen, sondern bewahren,
nicht nehmen, ohne zu danken und
nicht töten ohne zu ehren.
Waidgerecht zu handeln heißt, mit Bedacht zu jagen, mit sicherer Hand und reinem Gewissen.
Es bedeutet, das Wild als Mitgeschöpf zu sehen – als Teil eines großen Ganzen, das wir bewahren wollen.
Wir leben in einer Zeit, in der die Jagd oft kritisch betrachtet wird.
Umso wichtiger ist es, dass wir durch unser Verhalten zeigen, was Jagd wirklich bedeutet:
Sie ist Pflege, Hege und Schutz.
Sie dient dem Gleichgewicht in der Natur – einem Gleichgewicht, das der Mensch selbst aus der Balance gebracht hat.
Waidgerechte Jagd verlangt von uns Wissen, Können und Respekt:
Respekt vor dem Leben, vor dem Wild, vor der Natur – und auch Respekt vor unseren Mitmenschen, die uns bei der Ausübung der Jagd beobachten und beurteilen und mit denen wir unbedingt die Kommunikation pflegen müssen. Ich selbst habe das am vergangenen Mittwoch wieder erleben können, als ich mit einem erlegten Stück Wild am Wegesrand stand und ein Ehepaar vorbeikam, die sich laut über den Sinn oder Unsinn der Jagd unterhielten. Wir kamen in ein Gespräch in dessen Verlauf sich deren Meinung positiv veränderte und am Ende wünschten Sie mir sogar viel Jagderfolg weiterhin.
Wenn wir also unsere Aufgabe ernst nehmen, dann sind wir nicht nur Jägerinnen und Jäger – wir sind Hüter der Natur und Botschafter der Verantwortung
Und das können wir am heutigen Tag auch sehr gut mit dem heiligen Hubertus in Verbindung bringen.
Die Legende erzählt uns ja, dass Hubertus in der Begegnung mit dem Hirsch das Heilige im Leben erkannte.
Ob man diesen Moment nun religiös deuten mag oder als Sinnbild für Einsicht und Umkehr – er erinnert uns daran, dass Jagd immer mit Ehrfurcht und Demut verbunden sein sollte.
Denn Jagd ist kein Selbstzweck.
Sie ist Teil eines jahrhundertealten Zusammenspiels zwischen Menschen und Natur, das auf Respekt, Maßhalten und Wissen gründet.
Und wenn wir unsere Berufung so verstehen und leben, wird die Jagd auch noch in Zukunft bestand haben, denn wir sind Teil der Schöpfung und nicht ihr Herr. So wollen wir heute den heiligen Hubertus bitten, dass er uns auf allen Wegen in unserem Revier leite und das er unsere Hand führe, wenn wir zur Waffe greifen.
Bevor wir jetzt den Gottesdienst feiern, möchte ich noch Danke sagen:
Danken möchte ich auch den Bläserkorps Königsforst im Hegering Sülztal, dem Bläserkorps Bergisch Gladbach-Odenthal und dem Bläserkorps des Hegering Overath die in diesem Jahr die musikalische Gestaltung des heutigen Gottesdienstes übernehmen. in weiterer Dank gilt ausdrücklich meinen Kollegen im geschäftsführenden und erweiterten Vorstand, die das ganze Jahr über mit ihrem Engagement für die Jagd einstehen und das Durchführen solcher Veranstaltungen erst möglich machen.
Auch allen engagierten Helferinnen und Helfern, den Jägerinnen und Jägern die mit Ihren Jagdhunden, am Stand der Rollenden Waldschule oder mit Greifvögeln der Hubertusmesse das besondere Ambiente verleihen ein herzliches Dankeschön. Und schlussendlich lade ich sie gerne ein, im Anschluss an die Messe auf dem Vorplatz des Doms dem Konzert aller Bläserkorps der Kreisjägerschaft Rheinisch Belgischer Kreis beizuwohnen.
Herzlichen Dank!!

Nach der Messe wurde auf dem Vorplatz des Altenberger Domes die anwesenden Hundeführer sowie Ihre Hunde gesegnet. Hierzu spielten die in dem Vortext genannten Bläserkorbs aus dem bergischen Land. Viel Interesse bestand bei den Besuchern unter anderen an der anwesenden “Rollenden Waldschule”.

Ganz Herzlich möchte sich die Kreisjägerschaft noch einmal bei Peter Gabriel Müller bedanken, der Obmann für das Brauchtumswesen, sowie Obmann für die “Rollende Waldschule ist. Bedingt durch seine Doppelfunktion und Doppelbelastung durch die beiden Ämter, hat Peter Gabriel Müller das Amt des Obmannes für das Brauchtumswenden niedergelegt. Dies in Abstimmung mit dem Geschäftsführenden Vorstandes schon vor längerer Zeit bekannt gegeben. Er bleibt der Kreisjägerschaft als Obmann für die “Rollende Waldschule” erhalten.
Wir danken Peter Gabriel Müller ausdrücklich für sein hohes Engagement, mit dem er in den letzten Jahren zwei Obmannämter ausgeführt hat.


Jagdhornblasen

Wenn wir in unserer Kreisjägerschaft vom jagdlichen Brauchtum sprechen, so stehen das Jagdhornblasen und damit unsere 6 HR-Bläsercorps an erster Stelle.

Die Hauptaufgabe besteht dabei in der Gestaltung der jährlichen Hubertusmesse der KJS am ersten Sonntag nach dem “Hubertustag” am 3. November eines Jahres im Altenberger Dom. Diese Messe ist weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt und ein Anlaufpunkt vieler Naturfreunde, Jäger und Nichtjäger.

Seit 2009 wird diese Messe musikalisch abwechselnd von 3 HR-Bläsercorps unserer KJS musikalisch mitgestaltet. Im Anschluss an diese Hubertusmesse geben die 6 Hegeringbläsercorps ein jagdliches Konzert auf dem Domvorplatz, bevor man zum traditionellen Schüsseltreiben übergeht. Die Hundeplatzeröffnung, die Eröffnung der Jahreshauptversammlung sowie  die Jägerbriefverleihung sind ebenfalls Aufgaben eines der 6 Bläsercorps, die von unserer Obfrau für das jagdliche Brauchtum, Erika Dahl, koordiniert werden.

Das Bläserhutabzeichen zu erlangen ist das Fundament für jeden Jagdhornbläser. Die Prüfung zum Erlangen dieses begehrten Abzeichens erfolgt in einem Rhythmus von 2 Jahren.


Ansprechpartner:

Obmann für die “Rollende Waldschule”:
Peter Gabriel Müller
Mobil: 0151 40780517
E-Mail: mueller@jagd-natur.com.

Obmann für das Brauchtum sowie die Jagdbläser:
Björn Benner (HG Overath)
E-Mail: brauchtum@kjs-rbk.de